Wechsel zum LTE-Anschluß – was ist zu beachten?
Der Auslöser der Wechselgedanken in LTE Netze ist bei vielen Nutzern die Datenrate. Jedoch ist hier Vorsicht geboten, denn das individuelle Nutzerverhalten sollte zunächst reflektiert werden, bevor der DSL Anschluss gekündigt wird.
Die Volumenbegrenzung bei LTE ist der wichtigste Aspekt. Beim DSL Zugang ist es eine echte Flatrate, die Geschwindigkeit des DSL Anschlusses verändert sich dabei nicht. Beim LTE Zugang greift nach bestimmtem Datenvolumen eine Drosselung und der Anschluss wird langsamer. Der Anbieter und LTE Tarif entscheidet, wann und wie sehr die Drosselung einsetzt. Wer besonders große und viele Dateien herunterladen oder ins Internet stellt, sollten prüfen, ab wann die Drosselung greift und ob die verringerte Datenrate noch genügt. Die LTE Tarife bei der Telekom bedeuten beispielsweise eine verringerte Datenrate von 384 KBit/s (UMTS Niveau) nach verbrauchtem Volumen von 5 GB.
Des Weiteren ist die Datenrate bei Funkverbindungen wesentlich unstabiler, als beim kabelgebundenem DSL Zugang und ist zudem tageszeit- oder wochentagabhängig. Zu Tageszeiten mit vielen Internetnutzern können die Datenraten enorm einbrechen. Die Zuverlässigkeit beim DSL Anschluss ist deutlich höher. LTE Tarife mit 20 MBit/bedeuten eine “bis zu…” Angabe, daher kann die Datenrate in der Realität deutlich niedriger sein.
Langfristig kann sich ebenso die Anschluss-Geschwindigkeit verändern. Insbesondere zu Beginn müssen sich noch wenige Nutzer die Bandbreite teilen. In der Zukunft muss die vorhandene Bandbreite, wenn immer mehr Haushalten LTE bestellen, auf die steigende Anzahl der Nutzer aufgeteilt werden. Daher ist es also möglich, dass man anfänglich mit dem Anschluss noch zufrieden ist, über die Monate sich die Datenrate jedoch sukzessive verringert.
